Steinerenweg 23
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Teichbiologie Kurs 5. April 2014

Gerne möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, dass wir am 5. April 2014 wieder einen Kurs über die Teichbiologie anbieten werden. Wir werden Ihnen darin aufzeigen, welche chemischen und physikalischen Wasserparameter für die gesunde Koihaltung relevant sind und wie diese zusammenhängen und überwacht werden können.

Im Weiteren werden wir das Thema Schwebealgen und Fadenalgen aufgreifen und Ihnen erläutern, welche Ursachen für übermässiges Wachstum im Koiteich in Frage kommen und was Sie in der Praxis dagegen tun können.

 

Ort:      Restaurant Hotel Bären, Bärenplatz 5, 3177 Laupen Be, Telefon:031 747 72 31

Internet: www.baeren-laupen.ch, Anreise per Bahn: S 2 ab HB Bern Fahrplan

Mit dem Auto: N 3 Ausfahrt Flamatt/Laupen

 

Programm:

 

Ab 9.30:                      Eintreffen der Kursbesucher, Kaffee/Gipfeli

10.00 – 10.45             Theorie

10.45 – 11.00             Pause

11.00 – 11.45              Theorie

11.45 – 12.30             Beantwortung Ihrer Fragen / Diskussion

Ab 12.30                     wer Zeit und Lust hat: gemeinsames Mittagessen

 

Max. Teilnehmerzahl: 12 Personen

 

Teilnahmebeschränkungen: Die Berücksichtigung zur Teilnahme wird anhand des Eingangstermins der Anmeldung bestimmt. Die Bestätigung der Teilnahme resp. Absage falls der Kurs schon besetzt sein sollte, erfolgt so rasch wie möglich.

Kosten: Fr. 90.- pro Teilnehmer (zu bezahlen bar vor Ort), inkl. Kaffee/Gipfeli

Mittagessen sind selber zu bezahlen



Anmeldung (per Post an obenstehende Adresse oder per Email an escher@koipraxis.ch)

 

 

Name:                                      Vorname:                     Strasse:                      

PLZ/Ort:

 

Anzahl Personen:          Email:                                      Tel. P:                         

Natel:

 

 

 

 

 

Verstärkung für die Koipraxis

Wir freuen uns sehr Ihnen mitteilen zu können, dass ab Frühjahr 2014 neu Dr. med. vet. Nicolas Diserens in unserer Praxis mitarbeiten wird. Viele von Ihnen haben Ihn schon persönlich kennengelernt.

Der erfahrene Fischtierarzt ist eine grosse Bereicherung für unsere Praxis und wir freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit. Wohnhaft in Moosseedorf ist er auch schneller bei unseren nördlich von Bern gelegenen Kunden. Die Fahrspesen werden ab Moosseedorf berechnet.

Mehr Informationen finden Sie in der Rubrik "Über uns".

 

 

Jetzt anmelden für den Frühjahr Gesundheitscheq 2014!

Im Frühling und Herbst kommt es in vielen Koiteichen zu starken jahreszeitlich bedingten Temperaturschwankungen. Das Immunsystem der Koi funktioniert aufgrund der tiefen und schwankenden Wassertemperaturen nicht optimal und es kann besonders im Frühling zu Krankheitsausbrüchen kommen.

Gemäss dem Motto “Vorbeugen ist besser als Heilen” empfehlen wir Ihnen deshalb im Frühling und Herbst eine Vorsorgeuntersuchung.

Für den Pauschalbetrag von Fr. 270.- bis 300.- (im Grossraum Zürich und in der Peripherie beträgt der Pauschalbetrag Fr. 300.-), bieten wir Ihnen einen Gesundheits-Check-up mit folgenden Leistungen an:

- Komplette Fahrspesen

- 1 Std. Untersuchungen und Beratung vor Ort:

> Messung der relevanten Wasserwerte

> Narkose und Entnahme von Haut- und Kiemenproben von 2-3 Fischen

> Mikroskopische Untersuchung von Haut- und Kiemenabstrichen

> Interpretation der Befunde und allgemeine Beratung (Fütterung,
   Wasserwechsel, allg. Teichmanagement)

Wichtig:

Nicht im Pauschalbetrag enthalten sind allfällig nötige Behandlungen und Teichbehandlungsmittel/Produkte.

Arbeitszeit von über 1 Std. wird mit Fr. 45.- pro 15 Minuten verrechnet

Um diesen Service zu diesem günstigen Preis anbieten zu können, müssen wir die Anfahrtskosten so gering als möglich halten. Dies ist nur durch gute Routenplanung möglich und Termine werden von uns nach Absprache fixiert. Ausweichtermine können nur bedingt berücklsichtigt werden, wir bitten um Ihr Verständnis

Anmeldung telefonisch (031 751 18 17) oder per Email mit Stichwort "Frühjahrscheq" bis 31. März 2014.

Wir sind überzeugt, damit Ihren Koi die bestmöglichen Voraussetzungen für eine gesunde Koi Saison zu bieten.

 

 

Regenerationsfutter

Beim vom Winter geschwächten Fischen oder zur Erholung nach parasitären oder bakteriellen Erkrankungen empfehlen wir Ihnen das Regenerationsfutter Vet-Balance.

Wir empfehlen Ihnen Coppens Koifutter

Seit mehreren Jahren haben wir verschiedene Coppens Koifutter bei unseren eigenen Koi getestet. Wir sind sowohl mit dem erreichten Wachstum der Koi, wie auch auch der Gesundheit und der guten Verdaulichkeit sehr zufrieden. Ueberzeugt sind wir vom Coppens Wheat Germ oder Coppens Health für die Frühjahrs- und Herbstfütterung und von Coppens Top Koi als Sommerfutter mit hervorragendem Längenwachstum der Koi.

Gerne bringen wir bei Vorausbestellung das gewünschte Futter beim Frühjahrscheq gleich mit oder Sie besuchen uns in Ulmiz, wo wir alle Coppens Koi- und Störfutter in grösseren Mengen an Lager haben. Sie können sich dann auch gleich bei unseren Koi von der Qualität der Coppensfütterung überzeugen.

Selbstverständlich können Sie das Futter auch in unserem Webshop kaufen und wir senden es Ihnen innert 4 Arbeitstagen per Post zu.

Coppens Futter bekommen Sie bei uns immer frisch produziert, weil wir 4x pro Jahr frisches Futter direkt von der Futtermühle beziehen. Dies ist für eine hohe Qualität von grösster Bedeutung. Zugleich bietet Coppens Fischfutter das beste Preis-Leistungsverhältniss aller auf dem Markt erhältlichen Koifutter.

 

 

Zierfische in Aquarien und Goldfische

Die Koipraxis hat sich auf die Behandlung von Koi und die Betreuung von Besatzfischzuchten spezialisiert. Bei Problemen mit Aquarienfischen oder Goldfischen bitten wir Sie deshalb sich mit Dr. med. vet. Michel Bula von der fishdoc GmbH in Verbindung zu setzen, welcher sich auf die Behandlung von Aquarienfischen spezialisiert hat.

Kontaktdaten: Email: bula@fishdoc.ch Natel: 079 671 86 93.

Erstellung von Antibiogrammen in der NAFUS

Ab sofort erstellen wir in der Koipraxis keine Antibiogramme mehr selber her. Wir schicken alle Proben an die nationale Fischuntersuchungsstelle in Bern (NAFUS), welche nun alle für uns relevanten Antibiotika in ihre Testreihen integriert haben.

Wir bitten Sie deshalb Ihre Tupferproben zukünftig direkt an die NAFUS zu schicken:

NAFUS, Institut für Tierpathologie, Postfach, Länggasstresse 122, 3001 Bern

Bitte verwenden Sie dazu unbedingt den allgemeinen Untersuchungsantrag und vermerken Sie dabei, dass die Koipraxis eine Kopie des Untersuchungsberichts erhält.

Webshop der Koipraxis

Unser neuer Webshop ist online - wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Dienstags regelmässig im Grossraum Solothurn & Aargau

Während der Koisaison sind wir von Mittwoch bis Freitag regelmässig in den Kantonen Solothurn & Aargau für Sie unterwegs. Melden Sie sich frühzeitig an, dann können wir Sie mit relativ geringen Fahrspesen in unserer Tour einplanen.

Notfallbesuche durch Dr. Nicolas Disserens werden ab 3302 Moosseedorf berechnet.

 

 

Stärkung des Immunsystems von Karpfen durch ß-Glucan und Hefe

aus Fischer & Teichwirt 7/2010

An Karpfen wurde untersucht, wie sich die prophylaktische Verabreichung von probiotischen Organismen, z.B. ß-1,3-Glucan auf das Immunsystem und die Resistenz gegen pathogene Mikroorganismen (Aeromonas hydrophila - führt u.a. zur bakteriellen Lochkrankheit bei Koi) auswirkt. Die Versuchsfische erhielten 60 Tage ein Futter dem 1% Probiotika beigemischt wurde. Versuchs- und Kontrollfische wurden am 30. und 60. Tag mit A. hydrophila infiziert. ß-Glucan bewirkte bis zum 60. Tag einen signifikanten Anstieg der weissen Blutkörperchen und einen wirksamen Schutz gegen A. hydrophila.

Wenn Sie Probleme mit bakteriellen Infektionen bei Ihren Koi haben kontaktieren Sie uns. Gerne empfehlen wir ein Futter mit den entsprechenden Zusatzstoffen. In unserem eigenen Teich getestet sind wir vom Coppens Health Gesundheitsfutter überzeugt. Noch nie hatten wir in unserem grossen Koibestand so wenig Probleme resp. so gesunde Fische wie in diesem Jahr. Ein Versuch lohnt sich!

Probleme mit Sommenbrand?

Falls Sie Probleme mit Sonnenbrand haben, empfehlen wir Ihnen einen Futterwechsel. In verschiedenen Teichen scheint es einen Zusammenhang zwischen dem Futter und dem Auftreten von Sonnenbrand / Schleimhautschäden zu geben. Gerne beraten wir Sie in diesem Zusammenhang persönlich.

Schlechte Nachrichten für Fischtierärzte!

Jetzt helfen sich die Fische selber:

Gefrorene Goldfische?

Frage an die Koipraxis: ein Bekannter behauptet, die Goldfische in seinem Weiher seien letztes Jahr eingefroren gewesen und nach dem Auftauen weiter geschwommen. Auch jetzt seien die Goldfische wieder eingefroren, und von oben sieht es tatsächlich so aus. Kann das stimmen? Mein Bekannter und ich sind nicht gleicher Meinung, denn ich meine, was eingefroren ist, kann doch nicht mehr leben. Ich habe gedacht unsere Fische würden sich zum Winterschlaf eingraben, verwechsle ich sie mit den Fröschen? Natürlich bestünde so Austrocknungsgefahr, das kann aber auch passieren wenn das Eis verdampft, oder nicht?

Antwort der Koipraxis:

Fische gehören zu den wechselwarmen Tieren (poikilotherm), das heisst sie können keine konstante Körpertemperatur aufrechterhalten. Aufgrund der in Fischen ablaufenden chemischen und physikalischen Prozesse (z.B. Arbeit des Herzens) liegt die Temperatur der Fische zirka 0.1-1 °C über der umgebenden Wassertemperatur. Die Wassertemperatur ist einer der wichtigsten Faktoren der Süsswasserlebewesen und beeinflusst auch bei Fischen alle biochemischen und physiologischen Aktivitäten.

Zu tiefe Wassertemperaturen können natürlich auch bei Fischen zum Tod führen. Die untere Temperaturgrenze des Überlebens ist durch die Bildung von Kristallen im Körper bedingt. Da die Körperflüssigkeiten nicht aus reinem Wasser bestehen, liegt deren Gefrierpunkt allerdings unter 0 °C. Bei Knochenfischen, zu welchen auch die Goldfische gehören, wurden beispielsweise Temperaturen von –0.5 bis –0.9 °C gemessen. Tiefe Wassertemperaturen bewirken bei Fischen Lethargie. Die Verdauung dauert länger und die Individuen reagieren langsamer auf Reize und fangen in der Folge weniger Nahrung. Viele einheimische Fische stellen im Winter auf Grund der tiefen Temperaturen ihre Nahrungsaufnahme ein. Tatsächlich graben sich dazu auch verschiedene Fischarten im Schlamm respektive Bodengrund ein. Solche Temperaturen können deshalb nur für eine beschränkte Zeit überlebt werden, da die Fische sonst verhungern würden. Bei noch tieferen Temperaturen verliert das Lebewesen die Fähigkeit der Osmoseregulation und das zentrale Nervensystem bricht zusammen.

Die Anpassung an steigende Temperaturen geschieht schneller als an fallende. Es wirken nämlich unterschiedliche Mechanismen bei der Adaption. Der Kältetod von Fischen in der Natur ist oft auf die zu rasche Abkühlung, das heisst auf die zu langsame Akklimatisierung an die tiefen Temperaturen zurückzuführen.

Zurück zu den Goldfischen ihres Bekannten – Goldfische schwimmen häufig praktisch regungslos unter dem Eis und scheinen wie eingefroren. Tatsächlich können sie aber sogar auch in kleinen Lakunen im Eis eingeschlossen überleben. Dies aber nur bei Temperaturen von maximal -1 bis -2°C. Wird es kälter und sind die Goldfische tatsächlich im Eis eingeschlossen werden sie sterben und beim Auftauen des Eises diesen Frühling leider nicht mehr wieder aus der Winterruhe erwachen. Das heisst Ihr Bekannter kann durchaus recht haben mit seiner Beobachtung im vergangenen Winter. Aber auch Sie haben recht – gefrorene Goldfische können nicht überleben, allerdings reichen -0.5°C eben noch nicht zum gefrieren aus.

In der Arktis lebende Eisfische haben sogar extra Frostschutzmittel im Blut, welches Ihnen das Überleben bei noch tieferen Wassertemperaturen ermöglicht. Sie haben auch keine Blutkörperchen sondern transportieren den Atemsauerstoff physikalisch im Blutplasma. Die Bestände des Eisfisches in den antarktischen Gewässern sind durch die intensive Befischung in den 1970er Jahren stark zurück gegangen und haben sich bislang nicht wieder erholt, doch darüber vielleicht ein andermal.

Winterfutter

Von Dezember bis Februar/März sinkt die Wassertemperatur in unseren Teichen stark. Um den Koi über den Winter genügend Energie zur Verfügung zu stellen, eignet sich ein leicht verdauliches spezielles Winterfutter am besten. Sparsam gefüttert verhindern Sie so erfolgreich das Auftreten des Enegriemangelsyndroms im Frühling. Sinkendes Koifutter, speziell um eine optimale Verdauung zu ermöglichen in kleinem Durchmesser, eignet sich dazu hervorragend.

Erste Hilfe Fibel

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Mehr Informationen zu den KOI MED® Arzneimittel.

 

 

KHV Virus bei verschiedenen Fischarten nachgewiesen

Anlässlich der Gemeinschaftstagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizer Sektionen der Europäische Gesellschaft der Fischpathologen (EAFP) in Murten vom 11. - 13. Oktober 2006 mit dem Thema "Gesunde Fische überall" war auch der aktuelle Forschungstand bei der Koiseuche ein wichtiges Thema. Nach wie vor ist ein negativer Untersuchungsbefund bei einem lebenden Koi nur von beschränkter Aussagekraft. Interessant ist, dass nicht nur bei anderen karpfenartigen Fischen (z.B. bei Goldfischen), sondern auch bei einem Stör das KHV Virus nachgewiesen werden konnte. Das bedeutet, dass nicht nur beim Einsatz von Koi in den eigenen Teich grösste Vorsicht geboten ist!

Frösche auf Koi

Immer wieder im Frühling landen paarungswillige Frösche und Kröten auf unseren Koi. Bei zahmen Koi können sie ohne Probleme mit der Hand von den Fischen weggenommen werden, scheuere Exemplare müssen dazu eingefangen werden. Bei kleineren Koi kann es in Einzelfällen durch Zudrücken der Kiemen sogar zum Erstickungstod kommen - ansonsten besteht die Gefahr von Augen- oder Schleimhautverletzungen:

Überwachen Sie die Wassertemperatur im Teich

Achtung: aufgrund der überdurchschnittlich tiefen Temperaturen im Winter 2005/06, sind in zahlreichen ungeheizten Teichen mit geringen Wasservolumen die Temperaturen am Teichgrund unter 3°C (z.T. auf 0-1°C) gefallen. Dies ist für Koi häufig zu kalt. Viele Schweizer Koihalter mussten deshalb Todesfälle verzeichnen. Wenig tiefe Teiche oder Teiche mit geringen Volumen müssen unbedingt mit einer Heizung auf einer Wassertemperatur von 4-6°C gehalten werden. Bei Temperaturen von 1°C, ist die Gefahr Koi zu verlieren gross.

 

Vorzugstemperaturen beim Karpfen (Cyprinus carpio):

Adulte: Der Karpfen bevorzugt, nach Müller (1997), Temperaturen um 29-31 °C, die obere kritische Temperatur wird bei 36 °C erreicht. Laut EIFAC (1969) zeigt die Art ab 26 °C ein verändertes Verhalten (in einem aufgewärmten See erst ab 35 °C). Das CTMax wird dabei spätestens bei 39 °C (ausser im aufgeheizten See bei 41°C) erreicht. Ab 29-30 °C fressen die Fische aber kaum noch, obwohl die Vorzugstemperatur, widersprüchlicherweise, bei 32 °C zu scheinen liegt. Als untere Limite für die Nahrungsaufnahme gibt Arrignon (1998) 5 °C an. Nach Elliott (1981) sind Temperaturen unter 15 °C kritisch. Dies bei einem Optimumsbereich zwischen 15 und 32 °C.

Fortpflanzung: Der Karpfen pflanzt sich bei Temperaturen zwischen 17 und 20 °C fort (EIFAC 1969, Lam 1983). Arrignon (1998) gibt Werte von 20-28 °C an, wobei er 18 °C als unterste Grenze für die Fortpflanzung bezeichnet. Elliott (1981) findet Angaben zwischen 12 und 30 °C. Typischerweise laicht die Art aber zwischen 17 und 20 °C (Alabaster & Lloyd 1980). Mann (1996) nennt den Temperaturbereich von 16 bis 22 °C für die Eiablage. Das Ablaichen erfolgt nach Hokanson (1977) zwischen 13 und 30 °C. Herzig & Winkler (1985) erwähnen dafür schliesslich den Bereich von 15 bis 22 °C.

Eier: Karpfeneier ertragen weder Temperaturen über 26 °C, noch solche unter 16 °C (Elliott 1981, Hokanson 1977). Für eine normale Entwicklung werden laut Alabaster & Lloyd (1980) Temperaturen zwischen 16 und 22 °C benötigt, die Extrema liegen aber tiefer (13 °C) und höher (30 °C). Herzig & Winkler (1985) geben den optimalen Bereich für die Entwicklung der Embryonen mit 15 bis 23 °C an, wobei sich zwischen 13 und 30 °C noch ein grosser Anteil normal entwickelt. Die obere Letaltemperatur finden diese Autoren bei 33 °C.

Juvenile: Das Temperaturoptimum der jungen Karpfen liegt bei 32 °C, die obere Letaltemperatur bei 41 °C (CTMax, Hokanson 1977). Die Vorzugstemperaturen liegen aber mit 16 bis 25 °C einiges tiefer (Schmeing-Engberding 1953).

zitiert aus Bericht Rhône Revitalisierung, Temperaturpräferenzen und -limiten von Fischarten Schweizerischer Fliessgewässer von Stefan Küttel, Armin Peter und Alfred Wüest

Vermehrt KHV in der Schweiz

Achtung!: Im Sommer 2005 kam es bereits zu mehrmaligem KHV-Nachweis bei Koi in der Schweiz. Im Sommer 2006 haben die Fälle nochmals zugenommen. Wir warnen davor neue Koi ohne vorhergehende fachgerechte Quarantäne in den eigenen Teich zu setzen. Die Inkubationszeit (d.h. die Zeit vom Eintritt des Erregers in den Organismus bis zum Auftritt erster erkennbarer Krankheitssymptome) beträgt nach bisheriger Erfahrung ca. 7-14 Tage, in ganz akuten Fällen auch weniger. Sie hängt vor allem von der Temperatur ab, aber auch die Virusvirulenz (Ansteckungsfähigkeit), Alter bzw. Gewicht der Fische spielen eine Rolle. Die Temperatur in der Quarantäne muss unbedingt über 20°C (ideal 23°C +/- 1°C) liegen und es müssen gesunde Karpfen oder Koi aus dem eigenen Teich (ideal 3, sog. Pilotfische) dazugesetzt werden - Carrierfische (latent infizierte Fische) werden sonst nicht erkannt. Carrierfische erscheinen auch beim Händler bei Temperaturen über 20°C völlig gesund, können aber in Stresssituationen (Transport, veränderte Haltungsbedingungen) möglicherweise Viruspartikel ausscheiden und andere Tiere anstecken. Aber Achtung: auch eine fachgerechte Quarantäne kann keine 100%-ige Sicherheit geben!

Probleme bei der Wurmbehandlung mit Ovitelmin

Zur Behandlung von Haut- und Kiemenwürmer bei Koi wurde bis 2005 in der Regel das Anthelmintikum Ovitelmin mit dem Wirkstoff Mebendazol eingesetzt. Die in der Literatur angegebenen Dosierungsempfehlungen schwanken stark. Wir behandelten bisher mit 2ml/m3 und seit März 2005 noch mit 1.5ml/m3. Bei der Behandlung von Kiemenwürmern wurde abhängig von der Wassertemperatur nach einigen Tagen die Behandlung wiederholt. Das Medikament wirkt meist sehr effektiv gegen die Würmer, allerdings treten auch immer wieder Resistenzen auf. Es galt bisher als relativ gut verträglich für Koi. Als Nebenwirkung war bekannt, dass es zu Verschleimungen der Haut führen kann, welche aber in der Regel nach wenigen Wochen von selbst wieder verschwinden. Für Goldfische, Shubunkin und Goldorfen allerdings ist es in vielen Fällen tödlich.

Da sich in letzter Zeit die Hinweise mehrten, dass Ovitelmin auch von Koi nicht in jedem Fall gut vertragen wird, haben wir eine Umfrage nach den Erfahrungen von Koihaltern bei der Behandlung mit Ovitelmin durchgeführt. Gemäss den zahlreichen Rückmeldungen, welche wir erhalten haben, wird Ovitelmin nachwievor in den meisten Teichen ohne Probleme eingesetzt. Dies auch in Wirkstoffkonzentrationen bis 3ml/m3.

Relativ häufig führt Ovitelmin zu einem starken Verschleimen und in einem sehr geringen Prozentsatz sogar zu Todesfällen. Dieses Risiko besteht offensichtlich auch bei tiefen Dosierungen (1.5ml/m3) und konnte nicht mit dem Härtegrad des Wassers, dem pH oder der Sonneneinstrahlung in Zusammenhang gebracht werden. Auch grosse Wasserwechsel schützen in diesen Fällen nicht vor Verlusten. Offensichtlich ist der Einsatz von Ovitelmin aber besonders dann gefährlich, wenn bereits Schleimhautschädigungen vorliegen. Dann sollte in jedem Fall von einer Behandlung mit diesem Medikament abgesehen werden.

Nach einer Ovitelminbehandlung erscheint der Einsatz von Kaliumpermanganat (2g/m3) zum Verhindern von bakteriellen Hautinfektionen sinnvoll.

Alternative Medikamente (z.B. Praziquantel) sind neuerdings bekannt, doch sind diese deutlich teurer als Ovitelmin. Bis heute sind bei ihrem Einsatz keine gravierenden Nebenwirkungen aufgetreten. Bei einem geringen Wurmbefall empfehlen wir von einer Behandlung abzusehen. Bei starkem Wurmbefall, ist von Teich zu Teich abhängig von den bisherigen Erfahrungen des Teichhalters und dem Gesundheitszustand der Fische zu entscheiden, welches Medikament idealerweise eingesetzt wird. Bei einer Oviteminbehandlung muss man sich aber immer des möglichen Risikos bewusst sein. Testbehandlungen werden als sinnvoll erachtet.

Koi-Herpes-Virus (KHV) Untersuchung

In der Schweiz wurde eine PCR Nachweismethode im Virologischen Institut in Zürich etabliert. Probematerial (Pool von Kiemen, Hirn und Niere) kann in diesem Labor auf KHV untersucht werden:

Virologisches institut
Vetsuisse-Fakultät
Universität Zürich
Winterthurerstrasse 266a
CH-8057 Zürich

Selbstverständlich übernehmen wir für Sie die Sektion des Koi, die fachgerechte Entnahme der Organproben und den Versand der Proben ins Labor. Rufen Sie uns an!

Link zum Antragsformular: www.vetvir.unizh.ch

 

In Deutschland empfehlen wir die Proben in folgendem Labor untersuchen zu lassen:

Tauros Diagnostik                           
Veterinärmedizinische Analysen             
Universität Bielefeld
Universitätsstrasse 25
D-33615 Bielefeld
 Tel.: 0049 521 106 5484
Fax: 0049 521 106 5654

email: info@tauros-diagnostik.de
www.tauros-diagnostik.de
 
 

Der zuverlässige direkte Nachweis des Koi-Herpes-Virus erfolgt durch DNA Nachweis mittels PCR-Technologie. In der akuten Phase der Erkrankung (Kiemennekrosen!) können frisch entnommene Organproben (z.B. Kiemengewebe) untersucht werden. Bei Verdacht auf nicht erkrankte aber KHV infizierte Koi, welche Erreger ausscheiden können (Carrier Fische), wird am besten ein Gewebepool von Hirn-, Nieren- und Kiemengewebe eingeschickt. Die Gewebeproben müssen frisch sein und in 70% Äthanol verschickt werden. Die Untersuchung einer Probe kostet in der Schweiz kostet Sie Fr. 65.-.

Koiseuche (KHV) in Japan

Herpes virus kills 860 tons of carp

About 860 tons of cultured carp have died since October in 2 lakes in Ibaraki Prefecture from herpesvirus in the first such incident in Japan, the prefectural government said on Sunday.
The carp began to die in early October 2003, and the number of deaths jumped in the middle of the month, according to prefectural officials. The virus has been detected in samples taken from the dead carp. The prefecture has not been able to locate the route of infection. The damage from the deaths of some 660 tons of carp in Lake Kasumigaura and another 200 tons in Lake Kitaura is estimated at 150 million yen about USD 1 365 000], they said.

The virus cannot be transmitted to humans, and consumption of infected carp would not have any ill effects, the officials said. The virus was first detected in 1997 in Israel and has been found in Belgium, Britain, Germany, Indonesia, the Netherlands, Taiwan, and the United States. In an attempt to prevent infections, Japan has imposed restrictions on carp imports.

Koi herpesvirus has been associated with devastating losses of common carp (Cyprinus carpio carpio) and Koi (Cyprinus carpio koi) in North America, Europe, Israel, and Asia. Koi carp are an ornamental variety of carp propagated originally in ancient Rome and later for their aesthetic appeal in Japan. In rent times they have been spread worldwide by unregulated trade in ornamental fish. The herpesvirus isolated from Koi carp, and currently designated Koi herpesvirus, is distinct from another herpesvirus known as Cyprinid herpesvirus isolated from common carp. Both viruses cause disease and economic loss in both subspecies of carp. The 2 herpesviruses are distinctive, however, in that Koi herpesvirus causes significant economic losses among all ages of both common carp and Koi carp, whereas cyprinid herpesvirus causes losses predominantly among fish less than 2 months old.

Virus infections in poikilothermic vertebrates can be greatly influenced by environmental temperatures. O Gilad and colleagues (J Gen Virol 2003; 84(10): 2661-7) observed that optimal growth of Koi herpesvirus in a Koi fin cell line occurred at temperatures from 15 to 25 degrees C. There was no growth or minimal growth at 4, 10, 30, or 37 degrees C. Experimental infections of Koi carp with Koi herpesvirus at a water temperature of 23 degrees C resulted in a cumulative mortality of 95 per cent. Disease progressed rapidly but with lower mortality (89 to 95 per cent) at 28 degrees C. Mortality (85 per cent) also occurred at 18 degrees C but not at 13 degress C. Shifting virus-exposed fish from 13 to 23 degrees C resulted in rapid onset of mortality.

Gilad et al compared virion polypeptides and genomic restriction fragments of 7 geographically diverse isolates of Koi herpesvirus and found that with one exception they represented a homogeneous group. They concluded that a single strain of Koi herpesvirus had been spread worldwide by the unregulated trade in ornamental fish. They suggest that disease control regulations should be implemented urgently in view of the importance of common carp as a major protein source in some parts of the world.

The koi
industry is facing its most serious challenge yet

In the past 2 months, tens of thousands of the fish have been killed by an incurable carp plague spreading across Japan. The epidemic has forced ornamental koi fanciers to cancel their prize shows and farmers of edible carp to destroy their entire stock just before the new year, usually a peak trading season. The crisis has been caused by the koi herpes virus, commonly referred to as KHV, a disease harmless to all other animals but invariably fatal to carp.

KHV was 1st detected in Israel in 1997, and spread to Europe, Indonesia, and the US [see comment below], but Japan had remained unaffected until last [2003] October, when fish began dying in large numbers in Kasumigaura and Kitaura, 2 large lakes in Ibaraki prefecture, northeast of Tokyo. Since then the epidemic has spread to 22 of Japan's 47 prefectures, and paralysed trade in the prized fish. Worst-hit have been breeders of the edible common carp, half of whose 2.8-billion-yen (USD 35 million) production is based in the Ibaraki region.

An estimated 1200 tonnes of fish have died in the 2 lakes alone, and losses are conservatively put at 200 million yen [USD 2.5 million].
Government officials in Ibaraki want to destroy all the carp in Lake Kasumigaura, and are locked in a bitter dispute with fish breeders who are demanding compensation.

The greatest fear is that the epidemic will make inroads into Japan's stocks of nishikigoi (koi), the prized brocade carp bred for their iridescent colouring and referred to by enthusiasts as "living jewels" and "swimming flowers".
The cheapest [brocade carp] cost about 180 dollars, and fine specimens which have their own bodyguards when they go on display at public events regularly sell for tens of thousand of dollars. The most expensive brocade carp was valued at 30 million yen [USD 37.5 million].

Japan's ornamental carp industry is worth 6 billion yen [USD 75 million] a year, much of that coming from overseas collectors, but the industry is running scared.
One of the problems is that koi can be tested for the virus only after they are dead an unattractive proposition for a fish that costs as much as a small Tokyo apartment.
Some breeders propose introducing common carp into ponds of prized nishikigoi for a while and then killing the cheap newcomers to see if they have been infected by their expensive cousins.

"It's really scary, and I think that this is just the tip of the iceberg," said Kishio Hatai, a professor at Nippon Veterinary and Animal Science University in Musashino. "Japanese ornamental carp are highly esteemed overseas, and even the rumour of KHV would tarnish their brand image. The industry is scared and so, even if they do find an ornamental carp with KHV, they will keep it secret." (Deshalb unabhängig aller Beteuerungen der Händler: IMMER QUARANTÄNE BEI NEUZUKÄUFEN !)

KHV is believed to be transmitted by direct contact with an infected fish as well as through buckets, nets, parasites, plants, mud, and water.

Although it is related to the virus causing cold sores, shingles and genital herpes, it presents no risk to humans. Even so, the publicity surrounding the epidemic will certainly affect sales of carp, which is often eaten at new year, sliced raw, cooked in miso soup, or in carp stew.

Informationen zur Seuchenlage in Deutschland (Niedersachsen)

Post- oder Kurierzustellung von Koi

Wenn Sie nicht in unserer Nähe wohnen, kann besonders bei kleineren Koi die Zustellung per Postexpress oder einem anderen Kurierdienst sinnvoll sein. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Poststelle oder unter www.post.ch. Gemäss neuer Tierschutzgesetzgebung ist der Lebendversand zu theraoeutischen Zwecken gestattet.


In der Regel sollten die Fische in einem Plastiksack, welcher in einer Transportboxe  entsprechender Grösse Platz findet, verschickt werden. Der Plastiksack wird nur maximal zu einem Drittel mit Teichwasser gefüllt; den Rest füllen Sie mit reinem Sauerstoff auf, welchen Sie in jedem Zoofachgeschäft erhalten. Achten Sie darauf, dass der Sack gut verschlossen ist. Am besten verwenden Sie zur Sicherheit noch einen zweiten Sack, welchen Sie mit einem zweiten Gummiband verschliessen. Zur Isolation wickeln Sie den Sack in Zeitungspapier ein. An heissen oder besonders kalten Tagen wählen Sie bitte das Wasservolumen nicht zu klein, um die Temperaturschwankungen möglichst gering zu halten. Senden uns Ihren Koi immer nur nach telefonischer Voranmeldung unter Tel. 031 751 18 17 zu.

Ankaufsuntersuchung

Wenn Sie einen Koi kaufen wollen können wir Sie auf Wunsch begleiten und beim Händler vor Ort eine Ankaufsuntersuchung, wie sie beim Kauf vieler anderer Tiere, wie z.B. von Pferden, schon lange üblich ist, durchführen. Dadurch können Sie das Risiko, einen kranken Fisch zu kaufen, stark reduzieren (wir stellen Ihnen auf Wunsch auch ein Gesundheitszeugnis aus) und nach einer richtig durchgeführten Quarantäne wird die Gefahr durch den Neuzukauf für den eigenen Bestand wesentlich reduziert.

Quarantäne

Wenn Sie einen Neuzukauf in Ihren bestehenden Koibestand aufnehmen möchten sollten Sie vorher immer eine korrekte Quarantäne durchführen. Neuzukäufe stellen in Koiteichen immer das grösste Krankheitsrisiko dar! Eine Quarantäne deckt idealerweise verschiedene Temperaturbereiche ab und dauert rund 4 Wochen. Sind nach 2 Wochen keine Krankheitssymptome erkennbar sollte mindestens 1 Koi, besser sind 2, aus dem bestehenden Teich zum Neuzukauf in die Quarantäne umgesetzt werden. Es kann durchaus sein, dass der Neuzukauf Parasiten auf sich trägt, welche für ihn aufgrund seines Immunstatus relativ harmlos sind, für die noch nicht mit diesen Parasiten konfrontierten Koi in ihrem alten Bestand aber eine grosse Gefahr darstellen. Umgekehrt kann es aber auch sein, dass Ihre Koi Krankheitserreger beherbergen, welche für den Neuzukauf gefährlich sind. Neuzukäufe, welche im Teich erkranken, müssen nicht schon beim Händler krank gewesen sein - bleiben die eigenen Koi gesund ist es im Gegenteil viel häufiger, dass die neuen Koi erst im eigenen Teich erkrankten.
Wenn Sie über kein eigenes Quarantänebecken verfügen, können wir Ihnen bei uns die Durchführung einer adäquaten Quarantäne anbieten.

Abfischung von Koiteichen

Wenn Sie die Koi in Ihrem Teich herausfischen wollen und dies mit Netzen nicht gelingt, zum Beispiel weil Sie viele kleine Koi aus eigener Nachzucht haben oder weil Ihr Teich sehr gross oder stark bepflanzt ist; können wir Ihnen das Abfischen mit einem Elektrofanggerät anbieten. Der Einsatz von Elektrofanggeräten ist bewilligungspflichtig und wir verfügen über die dazu nötige Ausbildung. Die Fangmethode ist schonend und die Koi erholen sich nach der Betäubung durch den Strom wieder sehr rasch.

Transport von Fischen

Wollen Sie umziehen und Ihre Fische mit Ihnen?
Wir übernehmen für Sie den Fischtransport damit Ihre Lieblinge mit möglichst wenig Stress und gesund in Ihren neuen Teich umsiedeln können.

Frühlingsvirämie der Karpfen

Im Mai 2001 wurde diese ansteckende Viruserkrankung (SVC, spring viremia of carp) erstmals bei einem Koi in der Schweiz festgestellt.
Die Erkrankung tritt in der Regel bei Wassertemperaturen von unter 15°C auf, über 20°C gibt es keine Ausbrüche mehr. Als erstes Anzeichen kann eine Schwarmabsonderung beobachtet werden. Weitere Symptome sind: Abdunkelung, Glotzaugen, Auftreibung des Leibes (Bauchwassersucht) mit oft hochgradiger Ansammlung von blutiger Flüssigkeit in der Leibeshöhle. Blutungen auf Haut, Kiemen, Leibeshöhlenfett, Schwimmblase, inneren Organen und Muskulatur. Die Sterberaten betragen selten mehr als 30%.
Die Viruserkrankung ist in Europa bei Karpfen weit verbreitet. Mögliche Infektionsquellen sind erkrankte Fische sowie gesund scheinende Fische, welche das Virus latent in sich tragen. Eine Übertragung über infiziertes Wasser, Eier, blutsaugende Fischparasiten, fischfressende Vögel, Geräte und Transportmittel ist auch möglich. Besonders ungenügende Wasserqualität, eine hohe Besatzdichte und grosse Temperaturschwankungen fördern den Ausbruch der Krankheit.
Da die Krankheit meist mit bakteriellen Infektionen einhergeht und das klinische Bild solchen sehr ähnlich sieht, ist eine Diagnose nur mittels Virusnachweis möglich.

Kennzeichnung mit Mikrochip

Immer häufiger hört man von aus Teichen entwendeten Koikarpfen. Obschon eine Kennzeichnung mit Mikrochip keine Abhilfe gegen Diebstahl darstellt, erhöht sich damit die Chance auf eine Wiederbeschaffung deutlich. Tauchen nämlich irgendwo Koikarpfen auf, die auf die Beschreibung der entwendeten Fische passen, so kann anhand des Mikrochips die Identität jederzeit zweifelsfrei erhoben werden. Die in der Kleintiermedizin, vor allem bei Hunden, schon lange eingesetzte Technik, arbeitet mit 12 x 2 mm grossen Chips, welche man bei Fischen entweder direkt in die Bauchhöhle oder hinter dem Kopfansatz parallel zur Längsachse unter die Haut injiziert. Mit Hilfe eines Lesegerätes kann die individuelle Nummer abgelesen werden, welche in einer zentralen Datenbank zusammen mit dem Namen des Besitzers erfasst ist. Die Kosten für eine Markierung inklusive Narkose, Mikrochip und Datenbankgebühr belaufen sich auf rund 80 Fr.

Hormonbehandlung bei Laichverhalten

Bei fehlendem Laichsubstrat, abrupten Wassertemperaturrückgängen im Frühling, fehlendem Stimulus durch männliche Koi oder auch aus anderen Gründen kann es zu Laichverhalten kommen. Die ganze Bauchhöhle ist dann bei weiblichen Koi wie auf dem Bild links ersichtlich mit Eiern gefüllt. Im besten Fall können die verbleibenden Eier resorbiert werden. Es kann aber auch zu Laichverhärtungen oder einer Art "Proteinvergiftung" kommen. Um ein spontanes Ablaichen zu fördern, können weibliche Koi mit einem aus der Hypophyse von Speisekarpfen gewonnenen Hormon behandelt werden. In den meisten Fällen können so durch das Laichverhalten resultierende Probleme bereits prophylaktisch angegangen werden und eine sonst allfällig nötig gewordene Operation wird hinfällig.

Antibiotikaresistenzen

Obschon es eigentlich schon längst absehbar war: Die Antibiotikaresistenzlage hat sich bei den Koi weiter verschlechtert. Im Herbst 2002 waren alle von uns untersuchten direkt aus Japan importierten Koi gegen Chloramphenikol resistent. Im 2003 sind auch sehr häufig Resistenzen gegen Nuflor und Baytril festzustellen. Es zeigt sich ganz klar, dass eine Antibiotikabehandlung ohne Antibiogramm nur in Ausnahmefällen vertretbar ist.

Das nebenstehende Bild zeigt ein Antibiogramm mit einer Bakterienkultur aus der Leber eines Koi mit einer Septikämie. Jeder weisse Fleck ist ein Filz, der mit einem bestimmten Antibiotika getränkt wurde. Dort wo sich ein klarer runder Hof gebildet hat, wirkt das Antibiotika, es ist kein bakterielles Wachstum möglich. Bei dem Filz mit der Nr. C30 (unten rechts), dem Filz mit Chloramphenicol, ist kein Hof erkennbar, also wachsen die Bakterien. Dies bedeutet, dass diese gegenüber Chloramphenicol resistent sind und eine Behandlung mit diesem Antibiotika keinen Erfolg bringen würde.



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