Aktuell
Dienstags
und Mittwochs immer im Grossraum Solothurn, Aargau, Luzern, Zürich
Während der Koisaison sind wir jeden Dienstag und Mittwoch in den
Kantonen Solothurn, Aargau, Luzern und Zürich für Sie unterwegs. Melden Sie sich
frühzeitig an, dann können wir Sie mit relativ geringen Fahrspesen in unserer Tour
einplanen.
Jetzt anmelden für den Herbst: Gesundheits-Check-up
Im
Frühling und Herbst kommt es in vielen Koiteichen zu starken jahreszeitlich bedingten
Temperaturschwankungen. Das Immunsystem der Koi funktioniert aufgrund der tiefen und
schwankenden Wassertemperaturen nicht optimal und es kann besonders im Frühling zu
Krankheitsausbrüchen kommen.
Gemäss dem Motto Vorbeugen ist besser als Heilen empfehlen wir Ihnen
deshalb im Frühling und Herbst eine Vorsorgeuntersuchung, bei welcher wir die Wasserwerte
in Ihrem Teich bestimmen und mittels Haut- und Kiemenabstriche Ihre Fische auf
mikroskopische Parasiten untersuchen.
Für den Pauschalbetrag von Fr. 250.-, bieten wir Ihnen folgende Leistungen an:
- Komplette Fahrspesen
- 1 Std. Untersuchungen und Beratung vor Ort:
>
Messung der relevanten Wasserwerte
> Fang und Narkose von 2-3 Fischen und Untersuchung von Haut- und Kiemenabstrichen
> Interpretation der Befunde und allgemeine Beratung (Fütterung, Wasserwechsel, allg.
Teichmanagement)
Nicht
im Pauschalbetrag enthalten sie allfällig nötige Behandlungen und
Teichbehandlungsmittel/Produkte. Termine werden nach telefonischer Absprache fixiert.
Anmeldung telefonisch (031 751 18 17) oder per Email
mit Stichwort "Herbstcheq" bis 30. August 2010. Informationen zum Ausdrucken
oder an Kollegen weiter zu senden finden Sie unter: Gesundheits-Check-up.
Stärkung des
Immunsystems von Karpfen durch ß-Glucan und Hefe
aus Fischer & Teichwirt 7/2010
An Karpfen wurde untersucht, wie sich die prophylaktische Verabreichung von
probiotischen Organismen, z.B. ß-1,3-Glucan auf das Immunsystem und die Resistenz gegen
pathogene Mikroorganismen (Aeromonas hydrophila - führt u.a. zur bakteriellen
Lochkrankheit bei Koi) auswirkt. Die Versuchsfische erhielten 60 Tage ein Futter dem 1%
Probiotika beigemischt wurde. Versuchs- und Kontrollfische wurden am 30. und 60. Tag mit A.
hydrophila infiziert. ß-Glucan bewirkte bis zum 60. Tag einen signifikanten Anstieg
der weissen Blutkörperchen und einen wirksamen Schutz gegen A. hydrophila.
Wenn Sie Probleme mit bakteriellen
Infektionen bei Ihren Koi haben kontaktieren Sie uns. Gerne empfehlen wir ein Futter mit
den entsprechenden Zusatzstoffen. In unserem eigenen Teich getestet sind wir vom Coppens
Health Gesundheitsfutter überzeugt. Noch nie hatten wir in unserem grossen Koibestand so
wenig Probleme resp. so gesunde Fische wie in diesem Jahr. Ein Versuch lohnt sich!
Besuchen Sie unseren neuen Webshop!
Die
Koipraxis wächst: Neukunden wieder willkommen.
Am 1. April 2010 haben wir in der Koipraxis endlichVerstärkung bekommen: Frau Dr. med. vet. Catharina Lany, bis im
März 2010 Doktorandin an der Nationalen Fischuntersuchungsstelle, im Zentrum für
Fisch- und Wildtiermedizin, an der Universität Bern hat per 1. April 2010 mit einem
Teilzeitpensum bei uns begonnen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und haben jetzt
auch endlich wieder die Kapazität Neukunden entgegen zu nehmen.
Unsere Webcam ist wieder online!
Probleme
mit Sommenbrand?
Falls Sie Probleme mit Sonnenbrand haben, empfehlen wir Ihnen einen
Futterwechsel. In verschiedenen Teichen scheint es einen Zusammenhang zwischen dem Futter
und dem Auftreten von Sonnenbrand / Schleimhautschäden zu geben. Gerne beraten wir Sie in
diesem Zusammenhang persönlich.
Gründung
Koiparadies
Wir haben zusammen mit der Urs Streit GmbH in Neuenegg im Kanton Bern ein
Koigeschäft eröffnet. Besuchen Sie uns an der Eröffnung vom 2. / 3. Mai 2009 und
unsere Website unter: www.koiparadies.ch
Keine
Neukunden im 2009
Um unseren treuen Kunden weiterhin einen möglichst guten Service anbieten
zu können, ist es der Koipraxis aufgrund der hohen Nachfrage leider nicht mehr möglich
Neukunden zu berücksichtigen.
Falls Sie bisher noch keinen Kontakt mit
uns gehabt haben, empfehlen wir Ihnen Dr. med. Ralph Knüsel. Weitere Infos unter www.fishdoc.ch. Mit bestem Dank für Ihr Verständnis.
Schlechte Nachrichten für Fischtierärzte!
Jetzt helfen sich die Fische
selber:

Gefrorene
Goldfische?
Frage an
die Koipraxis: ein Bekannter behauptet, die Goldfische in seinem Weiher seien letztes
Jahr eingefroren gewesen und nach dem Auftauen weiter geschwommen. Auch jetzt seien die
Goldfische wieder eingefroren, und von oben sieht es tatsächlich so aus. Kann das
stimmen? Mein Bekannter und ich sind nicht gleicher Meinung, denn ich meine, was
eingefroren ist, kann doch nicht mehr leben. Ich habe
gedacht unsere Fische würden sich zum Winterschlaf eingraben, verwechsle ich sie mit den
Fröschen? Natürlich bestünde so Austrocknungsgefahr, das kann aber auch passieren wenn
das Eis verdampft, oder nicht?
Antwort der
Koipraxis:
Fische gehören zu den
wechselwarmen Tieren (poikilotherm), das heisst sie können keine konstante
Körpertemperatur aufrechterhalten. Aufgrund der in Fischen ablaufenden chemischen und
physikalischen Prozesse (z.B. Arbeit des Herzens) liegt die Temperatur der Fische zirka
0.1-1 °C über der umgebenden Wassertemperatur. Die Wassertemperatur ist einer der
wichtigsten Faktoren der Süsswasserlebewesen und beeinflusst auch bei Fischen alle
biochemischen und physiologischen Aktivitäten.
Zu tiefe Wassertemperaturen können
natürlich auch bei Fischen zum Tod führen. Die untere Temperaturgrenze des Überlebens
ist durch die Bildung von Kristallen im Körper bedingt. Da die Körperflüssigkeiten
nicht aus reinem Wasser bestehen, liegt deren Gefrierpunkt
allerdings unter 0 °C. Bei Knochenfischen, zu welchen auch die Goldfische
gehören, wurden beispielsweise Temperaturen von 0.5 bis 0.9 °C gemessen.
Tiefe Wassertemperaturen bewirken bei Fischen Lethargie. Die Verdauung dauert länger und
die Individuen reagieren langsamer auf Reize und fangen in der Folge weniger Nahrung.
Viele einheimische Fische stellen im Winter auf Grund der tiefen Temperaturen ihre
Nahrungsaufnahme ein. Tatsächlich graben sich dazu auch verschiedene Fischarten im
Schlamm respektive Bodengrund ein. Solche Temperaturen können deshalb nur für eine
beschränkte Zeit überlebt werden, da die Fische sonst verhungern würden. Bei noch
tieferen Temperaturen verliert das Lebewesen die Fähigkeit der Osmoseregulation und das
zentrale Nervensystem bricht zusammen.
Die Anpassung an steigende
Temperaturen geschieht schneller als an fallende. Es wirken nämlich unterschiedliche
Mechanismen bei der Adaption. Der Kältetod von Fischen in der Natur ist oft auf die zu
rasche Abkühlung, das heisst auf die zu langsame Akklimatisierung an die tiefen
Temperaturen zurückzuführen.
Zurück zu den Goldfischen ihres
Bekannten Goldfische schwimmen häufig praktisch regungslos unter dem Eis und
scheinen wie eingefroren. Tatsächlich können sie aber sogar auch in kleinen Lakunen im
Eis eingeschlossen überleben. Dies aber nur bei Temperaturen von maximal -1 bis -2°C.
Wird es kälter und sind die Goldfische tatsächlich im Eis eingeschlossen werden sie
sterben und beim Auftauen des Eises diesen Frühling leider nicht mehr wieder aus der
Winterruhe erwachen. Das heisst Ihr Bekannter kann durchaus recht haben mit seiner
Beobachtung im vergangenen Winter. Aber auch Sie haben recht gefrorene Goldfische
können nicht überleben, allerdings reichen -0.5°C eben noch nicht zum gefrieren aus.
In der Arktis lebende Eisfische
haben sogar extra Frostschutzmittel im Blut, welches Ihnen das Überleben bei noch
tieferen Wassertemperaturen ermöglicht. Sie haben auch keine Blutkörperchen sondern
transportieren den Atemsauerstoff physikalisch im Blutplasma. Die Bestände des Eisfisches
in den antarktischen Gewässern sind durch die intensive Befischung in den 1970er Jahren
stark zurück gegangen und haben sich bislang nicht wieder erholt, doch darüber
vielleicht ein andermal.
Winterfutter
Die Wassertemperatur in
unseren Teichen ist stark gesunken. Um den Koi über den Winter genügend Energie zur
Verfügung zu stellen, eignet sich ein leicht verdauliches spezielles Winterfutter am
besten. Sparsam
gefüttert verhindern Sie so erfolgreich das Auftreten des Enegriemangelsyndroms im
Frühling. Koipower sinkend, speziell um eine optimale Verdauung zu ermöglichen in
kleinem 4mm Durchmesser, eignet sich dazu hervorragend:
Bestellen Sie in unserem
Internetshop
Jetzt anmelden für
den Herbst: Gesundheits-Check-up
Im
Frühling und Herbst kommt es in vielen Koiteichen zu starken jahreszeitlich bedingten
Temperaturschwankungen. Das Immunsystem der Koi funktioniert aufgrund der tiefen und
schwankenden Wassertemperaturen nicht optimal und es kann besonders im Frühling zu
Krankheitsausbrüchen kommen.
Gemäss dem Motto Vorbeugen ist besser als Heilen empfehlen wir Ihnen
deshalb im Frühling und Herbst eine Vorsorgeuntersuchung, bei welcher wir die Wasserwerte
in Ihrem Teich bestimmen und mittels Haut- und Kiemenabstriche Ihre Fische auf
mikroskopische Parasiten untersuchen.
Für den Pauschalbetrag von Fr. 250.-, bieten wir Ihnen folgende Leistungen an:
- Komplette Fahrspesen
- 1 Std. Untersuchungen und Beratung vor Ort:
>
Messung von O2 und pH
> Messung von Nitrit (bei frisch eingefahrenen Filtersystemen auch Ammoniak)
> Narkose von 2-3 Fischen und Untersuchung von Haut- und Kiemenabstrichen
> allgemeine Beratung (Fütterung, Wasserwechsel, allg. Teichmanagement)
Nicht
im Pauschalbetrag enthalten sie allfällig nötige Behandlungen und
Teichbehandlungsmittel/Produkte. Termine werden nach telefonischer Absprache fixiert.
Anmeldung telefonisch oder per Email mit
Stichwort "Herbstcheq" bis 12. September 2008. Informationen zum Ausdrucken oder
an Kollegen weiter zu senden finden Sie unter: Gesundheits-Check-up.
Ferienabwesenheit 2008
Wir sind zurück. Die
Koipraxis ist ab sofort wieder für Sie da!
Erste
Hilfe Fibel
Jetzt anmelden für
den Frühling: Gesundheits-Check-up
Im
Frühling und Herbst kommt es in vielen Koiteichen zu starken jahreszeitlich bedingten
Temperaturschwankungen. Das Immunsystem der Koi funktioniert aufgrund der tiefen und
schwankenden Wassertemperaturen nicht optimal und es kann besonders im Frühling zu
Krankheitsausbrüchen kommen.
Gemäss dem Motto Vorbeugen ist besser als Heilen empfehlen wir Ihnen
deshalb im Frühling und Herbst eine Vorsorgeuntersuchung, bei welcher wir die Wasserwerte
in Ihrem Teich bestimmen und mittels Haut- und Kiemenabstriche Ihre Fische auf
mikroskopische Parasiten untersuchen.
Für den Pauschalbetrag von Fr. 250.-, bieten wir Ihnen folgende Leistungen an:
- Komplette Fahrspesen
- 1 Std. Untersuchungen und Beratung vor Ort:
>
Messung von O2 und pH
> Messung von Nitrit (bei frisch eingefahrenen Filtersystemen auch Ammoniak)
> Narkose von 2-3 Fischen und Untersuchung von Haut- und Kiemenabstrichen
> allgemeine Beratung (Fütterung, Wasserwechsel, allg. Teichmanagement)
Nicht
im Pauschalbetrag enthalten sie allfällig nötige Behandlungen und
Teichbehandlungsmittel/Produkte. Termine werden nach telefonischer Absprache fixiert.
Anmeldung telefonisch oder per Email mit
Stichwort "Frühlingscheq" bis 12. April 2008. Informationen zum Ausdrucken oder
an Kollegen weiter zu senden finden Sie unter: Gesundheits-Check-up.
KHV Virus bei verschiedenen Fischarten
nachgewiesen
Anlässlich der Gemeinschaftstagung der Deutschen, Österreichischen
und Schweizer Sektionen der Europäische Gesellschaft der Fischpathologen (EAFP) in Murten vom 11. -
13. Oktober 2006 mit dem Thema "Gesunde Fische überall" war auch der aktuelle
Forschungstand bei der Koiseuche ein wichtiges Thema. Nachwievor ist ein negativer
Untersuchungsbefund bei einem lebenden Koi nur von beschränkter Aussagekraft. Interessant
ist, dass nicht nur bei anderen karpfenartigen Fischen (z.B. bei Goldfischen), sondern
auch bei einem Stör das KHV Virus nachgewiesen werden konnte. Das bedeutet, dass nicht
nur beim Einsatz von Koi in den eigenen Teich grösste Vorsicht geboten ist!
Frösche
auf Koi
Immer wieder im Frühling
landen paarungswillige Frösche und Kröten auf unseren Koi. Bei zahmen Koi können sie
ohne Probleme mit der Hand von den Fischen weggenommen werden, scheuere Exemplare müssen
dazu eingefangen werden. Bei kleineren Koi kann es in Einzelfällen durch Zudrücken der
Kiemen sogar zum Erstickungstod kommen - ansonsten besteht die Gefahr von Augen- oder
Schleimhautverletzungen:
 
Futterfibel
So füttern Sie Ihre Lieblinge
richtig! Zum freien Download.
Überwachen Sie die
Wassertemperatur im Teich
Achtung: aufgrund der
überdurchschnittlich tiefen Temperaturen im Winter 2005/06, sind in zahlreichen
ungeheizten Teichen mit geringen Wasservolumen die Temperaturen am Teichgrund unter 3°C
(z.T. auf 0-1°C) gefallen. Dies ist für Koi häufig zu kalt. Viele Schweizer Koihalter
mussten deshalb Todesfälle verzeichnen. Wenig tiefe Teiche oder Teiche mit geringen
Volumen müssen unbedingt mit einer Heizung auf einer Wassertemperatur von 4-6°C gehalten
werden. Bei Temperaturen von 1°C, ist die Gefahr Koi zu verlieren gross.
Vorzugstemperaturen beim Karpfen (Cyprinus carpio):
Adulte: Der Karpfen bevorzugt, nach Müller (1997),
Temperaturen um 29-31 °C, die obere kritische Temperatur wird bei 36 °C erreicht. Laut
EIFAC (1969) zeigt die Art ab 26 °C ein verändertes Verhalten (in einem aufgewärmten
See erst ab 35 °C). Das CTMax wird dabei spätestens bei 39 °C (ausser im aufgeheizten
See bei 41°C) erreicht. Ab 29-30 °C fressen die Fische aber kaum noch, obwohl die
Vorzugstemperatur, widersprüchlicherweise, bei 32 °C zu scheinen liegt. Als untere
Limite für die Nahrungsaufnahme gibt Arrignon (1998) 5 °C an. Nach Elliott (1981) sind
Temperaturen unter 15 °C kritisch. Dies bei einem Optimumsbereich zwischen 15 und 32 °C.
Fortpflanzung: Der
Karpfen pflanzt sich bei Temperaturen zwischen 17 und 20 °C fort (EIFAC 1969, Lam 1983).
Arrignon (1998) gibt Werte von 20-28 °C an, wobei er 18 °C als unterste Grenze für die
Fortpflanzung bezeichnet. Elliott (1981) findet Angaben zwischen 12 und 30 °C.
Typischerweise laicht die Art aber zwischen 17 und 20 °C (Alabaster & Lloyd 1980).
Mann (1996) nennt den Temperaturbereich von 16 bis 22 °C für die Eiablage. Das Ablaichen
erfolgt nach Hokanson (1977) zwischen 13 und 30 °C. Herzig & Winkler (1985) erwähnen
dafür schliesslich den Bereich von 15 bis 22 °C.
Eier: Karpfeneier ertragen weder Temperaturen über 26
°C, noch solche unter 16 °C (Elliott 1981, Hokanson 1977). Für eine normale Entwicklung
werden laut Alabaster & Lloyd (1980) Temperaturen zwischen 16 und 22 °C benötigt,
die Extrema liegen aber tiefer (13 °C) und höher (30 °C). Herzig & Winkler (1985)
geben den optimalen Bereich für die Entwicklung der Embryonen mit 15 bis 23 °C an, wobei
sich zwischen 13 und 30 °C noch ein grosser Anteil normal entwickelt. Die obere
Letaltemperatur finden diese Autoren bei 33 °C.
Juvenile: Das Temperaturoptimum der jungen Karpfen liegt
bei 32 °C, die obere Letaltemperatur bei 41 °C (CTMax, Hokanson 1977). Die
Vorzugstemperaturen liegen aber mit 16 bis 25 °C einiges tiefer (Schmeing-Engberding
1953).
zitiert aus Bericht Rhône Revitalisierung, Temperaturpräferenzen und -limiten von Fischarten
Schweizerischer Fliessgewässer von Stefan Küttel, Armin Peter und Alfred Wüest
Vermehrt
KHV in der Schweiz
Achtung!: Im Sommer 2005 kam es bereits zu mehrmaligem
KHV-Nachweis bei Koi in der Schweiz. Im Sommer 2006 haben die Fälle nochmals zugenommen.
Wir warnen davor neue Koi ohne vorhergehende fachgerechte Quarantäne
in den eigenen Teich zu setzen. Die Inkubationszeit (d.h. die Zeit vom Eintritt des
Erregers in den Organismus bis zum Auftritt erster erkennbarer Krankheitssymptome)
beträgt nach bisheriger Erfahrung ca. 7-14 Tage, in ganz akuten Fällen auch weniger. Sie
hängt vor allem von der Temperatur ab, aber auch die Virusvirulenz
(Ansteckungsfähigkeit), Alter bzw. Gewicht der Fische spielen eine Rolle. Die
Temperatur in der Quarantäne muss unbedingt über 20°C (ideal 23°C +/- 1°C) liegen und
es müssen gesunde Karpfen oder Koi aus dem eigenen Teich (ideal 3, sog. Pilotfische)
dazugesetzt werden - Carrierfische (latent infizierte Fische) werden sonst nicht erkannt.
Carrierfische erscheinen auch beim Händler bei Temperaturen über 20°C völlig gesund,
können aber in Stresssituationen (Transport, veränderte Haltungsbedingungen)
möglicherweise Viruspartikel ausscheiden und andere Tiere anstecken. Aber Achtung:
auch eine fachgerechte Quarantäne kann keine 100%-ige Sicherheit geben!
Probleme bei der
Wurmbehandlung mit Ovitelmin
Zur Behandlung von Haut- und Kiemenwürmer bei Koi wurde bisher
in der Regel das Anthelmintikum Ovitelmin mit dem Wirkstoff Mebendazol eingesetzt. Die in
der Literatur angegebenen Dosierungsempfehlungen schwanken stark. Wir behandelten bisher
mit 2ml/m3 und seit März 2005 noch mit 1.5ml/m3. Bei der Behandlung von Kiemenwürmern
wurde abhängig von der Wassertemperatur nach einigen Tagen die Behandlung wiederholt. Das
Medikament wirkt meist sehr effektiv gegen die Würmer, allerdings treten auch immer
wieder Resistenzen auf. Es galt bisher als relativ gut verträglich für Koi. Als
Nebenwirkung war bekannt, dass es zu Verschleimungen der Haut führen kann, welche aber in
der Regel nach wenigen Wochen von selbst wieder verschwinden. Für Goldfische, Shubunkin
und Goldorfen allerdings ist es in vielen Fällen tödlich.
Da sich in letzter Zeit die
Hinweise mehrten, dass Ovitelmin auch von Koi nicht in jedem Fall gut vertragen wird,
haben wir eine Umfrage nach den Erfahrungen von Koihaltern bei der Behandlung mit
Ovitelmin durchgeführt. Gemäss den zahlreichen Rückmeldungen, welche wir erhalten
haben, wird Ovitelmin nachwievor in den meisten Teichen ohne Probleme eingesetzt. Dies
auch in Wirkstoffkonzentrationen bis 3ml/m3.
Relativ häufig führt Ovitelmin zu einem starken Verschleimen
und in einem sehr geringen Prozentsatz sogar zu Todesfällen. Dieses Risiko
besteht offensichtlich auch bei tiefen Dosierungen (1.5ml/m3) und konnte nicht mit dem
Härtegrad des Wassers, dem pH oder der Sonneneinstrahlung in Zusammenhang gebracht
werden. Auch grosse Wasserwechsel schützen in diesen Fällen nicht vor Verlusten.
Offensichtlich ist der Einsatz von Ovitelmin aber besonders dann gefährlich, wenn bereits
Schleimhautschädigungen vorliegen. Dann sollte in jedem Fall von einer Behandlung mit
diesem Medikament abgesehen werden.
Nach einer Ovitelminbehandlung erscheint der Einsatz von
Kaliumpermanganat (2g/m3) zum Verhindern von bakteriellen Hautinfektionen sinnvoll.
Alternative Medikamente (z.B. Praziquantel) sind neuerdings
bekannt, doch sind diese deutlich teurer als Ovitelmin. Bis heute sind bei ihrem
Einsatz keine gravierenden Nebenwirkungen aufgetreten. Bei einem geringen Wurmbefall
empfehlen wir von einer Behandlung abzusehen. Bei starkem Wurmbefall, ist von Teich zu
Teich abhängig von den bisherigen Erfahrungen des Teichhalters und dem Gesundheitszustand
der Fische zu entscheiden, welches Medikament idealerweise eingesetzt wird. Bei einer
Oviteminbehandlung muss man sich aber immer des möglichen Risikos bewusst sein.
Testbehandlungen werden als sinnvoll erachtet.
Koi-Herpes-Virus
(KHV) Untersuchung
In der Schweiz wurde eine PCR Nachweismethode im
Virologischen Institut in Zürich etabliert. Probematerial (Pool von Kiemen, Hirn und
Niere) kann in diesem Labor auf KHV untersucht werden:
Virologisches institut
Vetsuisse-Fakultät
Universität Zürich
Winterthurerstrasse 266a
CH-8057 Zürich
Selbstverständlich übernehmen wir für Sie die
Sektion des Koi, die fachgerechte Entnahme der Organproben und den Versand der Proben ins
Labor. Rufen Sie uns an!
Link zum Antragsformular: www.vetvir.unizh.ch
In Deutschland empfehlen wir die Proben in folgendem Labor
untersuchen zu lassen:
Der zuverlässige direkte Nachweis des
Koi-Herpes-Virus erfolgt durch DNA Nachweis mittels PCR-Technologie. In der akuten Phase
der Erkrankung (Kiemennekrosen!) können frisch entnommene Organproben (z.B. Kiemengewebe)
untersucht werden. Bei Verdacht auf nicht erkrankte aber KHV infizierte Koi, welche
Erreger ausscheiden können (Carrier Fische), wird am besten ein Gewebepool von Hirn-,
Nieren- und Kiemengewebe eingeschickt. Die Gewebeproben müssen frisch sein und in 70%
Äthanol verschickt werden. Die Untersuchung einer Probe kostet in der Schweiz kostet Sie
Fr. 65.-.
Koiseuche
(KHV) in Japan
Herpes virus kills 860 tons of carp
About 860 tons of cultured carp have died since October in 2 lakes in Ibaraki Prefecture
from herpesvirus in the first such incident in Japan, the prefectural government said on
Sunday.
The carp began to die in early October 2003, and the number of deaths jumped in the middle
of the month, according to prefectural officials. The virus has been detected in samples
taken from the dead carp. The prefecture has not been able to locate the route of
infection. The damage from the deaths of some 660 tons of carp in Lake Kasumigaura and
another 200 tons in Lake Kitaura is estimated at 150 million yen about USD 1 365 000],
they said.
The virus cannot be transmitted to humans, and consumption of infected carp would not have
any ill effects, the officials said. The virus was first detected in 1997 in Israel and
has been found in Belgium, Britain, Germany, Indonesia, the Netherlands, Taiwan, and the
United States. In an attempt to prevent infections, Japan has imposed restrictions on carp
imports.
Koi herpesvirus has been associated with devastating losses of common carp (Cyprinus
carpio carpio) and Koi (Cyprinus carpio koi) in North America, Europe,
Israel, and Asia. Koi carp are an ornamental variety of carp propagated originally in
ancient Rome and later for their aesthetic appeal in Japan. In rent times they have been
spread worldwide by unregulated trade in ornamental fish. The herpesvirus isolated from
Koi carp, and currently designated Koi herpesvirus, is distinct from another herpesvirus
known as Cyprinid herpesvirus isolated from common carp. Both viruses cause disease and
economic loss in both subspecies of carp. The 2 herpesviruses are distinctive, however, in
that Koi herpesvirus causes significant economic losses among all ages of both common carp
and Koi carp, whereas cyprinid herpesvirus causes losses predominantly among fish less
than 2 months old.
Virus infections in poikilothermic vertebrates can be greatly influenced by environmental
temperatures. O Gilad and colleagues (J Gen Virol 2003; 84(10): 2661-7) observed that
optimal growth of Koi herpesvirus in a Koi fin cell line occurred at temperatures from 15
to 25 degrees C. There was no growth or minimal growth at 4, 10, 30, or 37 degrees C.
Experimental infections of Koi carp with Koi herpesvirus at a water temperature of 23
degrees C resulted in a cumulative mortality of 95 per cent. Disease progressed rapidly
but with lower mortality (89 to 95 per cent) at 28 degrees C. Mortality (85 per cent) also
occurred at 18 degrees C but not at 13 degress C. Shifting virus-exposed fish from 13 to
23 degrees C resulted in rapid onset of mortality.
Gilad et al compared virion polypeptides and genomic restriction fragments of 7
geographically diverse isolates of Koi herpesvirus and found that with one exception they
represented a homogeneous group. They concluded that a single strain of Koi herpesvirus
had been spread worldwide by the unregulated trade in ornamental fish. They suggest that
disease control regulations should be implemented urgently in view of the importance of
common carp as a major protein source in some parts of the world.
The koi industry is facing its most serious challenge yet
In the past 2 months, tens of thousands of the fish have been killed by an
incurable carp plague spreading across Japan. The epidemic has forced
ornamental koi fanciers to cancel their prize shows and farmers of edible carp to destroy
their entire stock just before the new year, usually a peak trading season. The crisis has
been caused by the koi herpes virus, commonly referred to as KHV, a disease harmless to
all other animals but invariably fatal to carp.
KHV was 1st detected in Israel in 1997, and spread to Europe, Indonesia, and the US [see
comment below], but Japan had remained unaffected until last [2003] October, when fish
began dying in large numbers in Kasumigaura and Kitaura, 2 large lakes in Ibaraki
prefecture, northeast of Tokyo. Since then the epidemic has spread to 22 of Japan's 47
prefectures, and paralysed trade in the prized fish. Worst-hit have been breeders of the
edible common carp, half of whose 2.8-billion-yen (USD 35 million) production is based in
the Ibaraki region.
An estimated 1200 tonnes of fish have died in the 2 lakes alone, and losses are
conservatively put at 200 million yen [USD 2.5 million].
Government officials in Ibaraki want to destroy all the carp in Lake Kasumigaura, and are
locked in a bitter dispute with fish breeders who are demanding compensation.
The greatest fear is that the epidemic will make inroads into Japan's stocks of nishikigoi
(koi), the prized brocade carp bred for their iridescent colouring and referred to by
enthusiasts as "living jewels" and "swimming flowers".
The cheapest [brocade carp] cost about 180 dollars, and fine specimens which have their
own bodyguards when they go on display at public events regularly sell for tens of
thousand of dollars. The most expensive brocade carp was valued at 30 million yen [USD
37.5 million].
Japan's ornamental carp industry is worth 6 billion yen [USD 75 million] a year, much of
that coming from overseas collectors, but the industry is running scared.
One of the problems is that koi can be tested for the virus only after they are dead an
unattractive proposition for a fish that costs as much as a small Tokyo apartment.
Some breeders propose introducing common carp into ponds of prized nishikigoi for a while
and then killing the cheap newcomers to see if they have been infected by their expensive
cousins.
"It's really scary, and I think that this is just the tip of the iceberg," said
Kishio Hatai, a professor at Nippon Veterinary and Animal Science University in Musashino.
"Japanese ornamental carp are highly esteemed overseas, and even the rumour of
KHV would tarnish their brand image. The industry is scared and so, even if they do
find an ornamental carp with KHV, they will keep it secret." (Deshalb unabhängig
aller Beteuerungen der Händler: IMMER QUARANTÄNE BEI
NEUZUKÄUFEN !)
KHV is believed to be transmitted by direct contact with an infected fish as well as
through buckets, nets, parasites, plants, mud, and water.
Although it is related to the virus causing cold sores, shingles and genital herpes, it
presents no risk to humans. Even so, the publicity surrounding the epidemic will certainly
affect sales of carp, which is often eaten at new year, sliced raw, cooked in miso soup,
or in carp stew.
Informationen zur Seuchenlage in Deutschland (Niedersachsen)
Post-
oder Kurierzustellung von Koi
Wenn Sie nicht in unserer Nähe wohnen, kann besonders bei kleineren Koi
die Zustellung per Postexpress oder einem anderen Kurierdienst sinnvoll sein. Erkundigen
Sie sich bei Ihrer Poststelle oder unter www.post.ch.
In der Regel sollten die Fische in einem Plastiksack, welcher in einer
Transportboxe entsprechender Grösse Platz findet, verschickt werden. Der
Plastiksack wird nur maximal zu einem Drittel mit Teichwasser gefüllt; den Rest füllen
Sie mit reinem Sauerstoff auf, welchen Sie in jedem Zoofachgeschäft erhalten. Achten Sie
darauf, dass der Sack gut verschlossen ist. Am besten verwenden Sie zur Sicherheit noch
einen zweiten Sack, welchen Sie mit einem zweiten Gummiband verschliessen. Zur Isolation
wickeln Sie den Sack in Zeitungspapier ein. An heissen oder besonders kalten Tagen wählen
Sie bitte das Wasservolumen nicht zu klein, um die Temperaturschwankungen möglichst
gering zu halten. Senden uns Ihren Koi immer nur nach telefonischer Voranmeldung unter
Tel. 031 751 18 17 zu.
Ankaufsuntersuchung
Wenn Sie einen Koi kaufen wollen können wir Sie auf Wunsch begleiten und
beim Händler vor Ort eine Ankaufsuntersuchung, wie sie beim Kauf vieler anderer Tiere,
wie z.B. von Pferden, schon lange üblich ist, durchführen. Dadurch können Sie das
Risiko, einen kranken Fisch zu kaufen, stark reduzieren (wir stellen Ihnen auf Wunsch auch
ein Gesundheitszeugnis aus) und nach einer richtig durchgeführten Quarantäne wird die
Gefahr durch den Neuzukauf für den eigenen Bestand wesentlich reduziert.
Quarantäne
Wenn Sie einen Neuzukauf in Ihren bestehenden Koibestand aufnehmen
möchten sollten Sie vorher immer eine korrekte Quarantäne durchführen. Neuzukäufe
stellen in Koiteichen immer das grösste Krankheitsrisiko dar! Eine Quarantäne
deckt idealerweise verschiedene Temperaturbereiche ab und dauert rund 4 Wochen. Sind nach
2 Wochen keine Krankheitssymptome erkennbar sollte mindestens 1 Koi, besser sind 2, aus
dem bestehenden Teich zum Neuzukauf in die Quarantäne umgesetzt werden. Es kann durchaus
sein, dass der Neuzukauf Parasiten auf sich trägt, welche für ihn aufgrund seines
Immunstatus relativ harmlos sind, für die noch nicht mit diesen Parasiten konfrontierten
Koi in ihrem alten Bestand aber eine grosse Gefahr darstellen. Umgekehrt kann es aber auch
sein, dass Ihre Koi Krankheitserreger beherbergen, welche für den Neuzukauf gefährlich
sind. Neuzukäufe, welche im Teich erkranken, müssen nicht schon beim Händler krank
gewesen sein - bleiben die eigenen Koi gesund ist es im Gegenteil viel häufiger, dass die
neuen Koi erst im eigenen Teich erkrankten.
Wenn Sie über kein eigenes Quarantänebecken verfügen, können wir Ihnen bei uns
die Durchführung einer adäquaten Quarantäne anbieten.
Abfischung von Koiteichen
Wenn Sie die Koi in Ihrem Teich herausfischen wollen und dies mit
Netzen nicht gelingt, zum Beispiel weil Sie viele kleine Koi aus eigener Nachzucht haben
oder weil Ihr Teich sehr gross oder stark bepflanzt ist; können wir Ihnen das Abfischen
mit einem Elektrofanggerät anbieten. Der Einsatz von Elektrofanggeräten ist
bewilligungspflichtig und wir verfügen über die dazu nötige Ausbildung. Die Fangmethode
ist schonend und die Koi erholen sich nach der Betäubung durch den Strom wieder sehr
rasch.
Transport
von Fischen
Wollen Sie umziehen und Ihre Fische mit Ihnen?
Wir übernehmen für Sie den Fischtransport damit Ihre Lieblinge mit möglichst
wenig Stress und gesund in Ihren neuen Teich umsiedeln können.
Frühlingsvirämie der Karpfen
Im Mai 2001 wurde diese ansteckende Viruserkrankung (SVC, spring
viremia of carp) erstmals bei einem Koi in der Schweiz
festgestellt.
Die Erkrankung tritt in der Regel bei Wassertemperaturen von unter 15°C
auf, über 20°C gibt es keine Ausbrüche mehr. Als erstes Anzeichen kann eine
Schwarmabsonderung beobachtet werden. Weitere Symptome sind: Abdunkelung, Glotzaugen,
Auftreibung des Leibes (Bauchwassersucht) mit oft hochgradiger Ansammlung von blutiger
Flüssigkeit in der Leibeshöhle. Blutungen auf Haut, Kiemen, Leibeshöhlenfett,
Schwimmblase, inneren Organen und Muskulatur. Die Sterberaten betragen selten mehr als
30%.
Die Viruserkrankung ist in Europa bei Karpfen weit verbreitet. Mögliche
Infektionsquellen sind erkrankte Fische sowie gesund scheinende Fische, welche das Virus
latent in sich tragen. Eine Übertragung über infiziertes Wasser, Eier, blutsaugende
Fischparasiten, fischfressende Vögel, Geräte und Transportmittel ist auch möglich.
Besonders ungenügende Wasserqualität, eine hohe Besatzdichte und grosse
Temperaturschwankungen fördern den Ausbruch der Krankheit.
Da die Krankheit meist mit bakteriellen Infektionen einhergeht und das klinische
Bild solchen sehr ähnlich sieht, ist eine Diagnose nur mittels Virusnachweis möglich.
Kennzeichnung
mit Mikrochip
Immer häufiger hört man von aus Teichen entwendeten Koikarpfen. Obschon
eine Kennzeichnung mit Mikrochip keine Abhilfe gegen Diebstahl darstellt, erhöht sich
damit die Chance auf eine Wiederbeschaffung deutlich. Tauchen nämlich irgendwo Koikarpfen
auf, die auf die Beschreibung der entwendeten Fische passen, so kann anhand des Mikrochips
die Identität jederzeit zweifelsfrei erhoben werden. Die in der Kleintiermedizin, vor
allem bei Hunden, schon lange eingesetzte Technik, arbeitet mit 12 x 2 mm grossen Chips,
welche man bei Fischen entweder direkt in die Bauchhöhle oder hinter dem Kopfansatz
parallel zur Längsachse unter die Haut injiziert. Mit Hilfe eines Lesegerätes kann die
individuelle Nummer abgelesen werden, welche in einer zentralen Datenbank zusammen mit dem
Namen des Besitzers erfasst ist. Die Kosten für eine Markierung inklusive Narkose,
Mikrochip und Datenbankgebühr belaufen sich auf rund 80 Fr.
Hormonbehandlung bei Laichverhalten
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Bei fehlendem
Laichsubstrat, abrupten Wassertemperaturrückgängen im Frühling, fehlendem Stimulus
durch männliche Koi oder auch aus anderen Gründen kann es zu Laichverhalten kommen. Die
ganze Bauchhöhle ist dann bei weiblichen Koi wie auf dem Bild links ersichtlich mit Eiern
gefüllt. Im besten Fall können die verbleibenden Eier resorbiert werden. Es kann aber
auch zu Laichverhärtungen oder einer Art "Proteinvergiftung" kommen. Um ein
spontanes Ablaichen zu fördern, können weibliche Koi mit einem aus der Hypophyse von
Speisekarpfen gewonnenen Hormon behandelt werden. In den meisten Fällen können so durch
das Laichverhalten resultierende Probleme bereits prophylaktisch angegangen werden und
eine sonst allfällig nötig gewordene Operation wird hinfällig. |
Antibiotikaresistenzen
Obschon es eigentlich schon längst absehbar war: Die Antibiotikaresistenzlage hat
sich bei den Koi weiter verschlechtert. Im Herbst 2002 waren alle von uns untersuchten
direkt aus Japan importierten Koi gegen Chloramphenikol resistent. Im 2003 sind auch sehr
häufig Resistenzen gegen Nuflor und Baytril festzustellen. Es zeigt sich ganz klar, dass
eine Antibiotikabehandlung ohne Antibiogramm nur in Ausnahmefällen vertretbar ist.
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Das
nebenstehende Bild zeigt ein Antibiogramm mit einer Bakterienkultur aus der Leber eines
Koi mit einer Septikämie. Jeder weisse Fleck ist ein Filz, der mit einem bestimmten
Antibiotika getränkt wurde. Dort wo sich ein klarer runder Hof gebildet hat, wirkt das
Antibiotika, es ist kein bakterielles Wachstum möglich. Bei dem Filz mit der Nr. C30
(unten rechts), dem Filz mit Chloramphenicol, ist kein Hof erkennbar, also wachsen die
Bakterien. Dies bedeutet, dass diese gegenüber Chloramphenicol resistent sind und eine
Behandlung mit diesem Antibiotika keinen Erfolg bringen würde. |
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